Inhaltsverzeichnis
Der einfachste mir bekannte Weg, um unter Windows 2000 eine funktionsfähige XML-Produktionsumgebung zu erhalten, ist die Installatin von Tomcat und Cocoon.
| Java Development Kit (jdk1.3.1) | http://java.sun.com/j2se/1.3/download-windows.html |
| PowerArchiver | Powerarchiver |
| Tomcat 3.2.3 | http://jakarta.apache.org/builds/jakarta-tomcat/release/v3.2.3/bin/jakarta-tomcat-3.2.3.zip |
| Cocoon 1.8.2 | http://xml.apache.org/cocoon/dist/Cocoon-1.8.2.zip |
Im Verzeichnis, in das man sich das Java Development Kit von obiger Adresse heruntergeladen hat, findet sich eine 32 MB große Datei mit Namen: jsdk-1_3_1_01-win
Doppelcklick startet die automatische Extraktion und anschließend den Installations-Assistenten. Einfach den Anweisungen folgen.
Nach erfolgter Installation muss JAVA_HOME als Umgebungsvariable eingetragen werden:
Inhaltsverzeichnis
Die heruntergeladene .zip-Datei entpacken.
Aus welchen Gründen auch immer: WinZip entpackt zwar das Archiv, die Files sind aber anschließend alle leer!
Meine Empfehlung: Powerarchiver benutzen. Einfach von obiger Adresse herunterladen, doppelklicken, fertig. Entpackt alle Archive, auch Windows Capinet und ähnliches!
Nach dem Entpacken ist dieser Verzeichnisbaum entstanden:
TomcatVerzeichnis
Meine Installation befindet sich auf der Partition D:.
Außerdem habe ich das entstandene Verzeichnis: jakarta-tomcat-3.2.3 etwas vereinfacht zu tomcat-3.2.3
Der komplette Pfad lautet also:
D:\Programme\tomcat-3.2.3
So wird im Folgenden der Fundort von Tomcat genannt. Dies ist aber nur als Beispiel zu verstehen.
Auch wenn inzwischen die Version 2 von Cocoon vorliegt: Für erste Gehversuche mit XML ist die 1.8.2 bestens geeignet.
Inhaltsverzeichnis
Zunächst Tomcat starten im Terminalfenster mit: startup (s.o); die Zeile:
2001-10-10 16:41:33 - ContextManager: Adding context Ctx ( /cocoon ) im Startprotokoll von Tomcat zeigt, dass das Cocoon-Verzeichnis eingebunden worden ist.
Die URL: http://localhost:8080/cocoon bringt die Startseite von Cocoon
Das sagt aber noch nichts darüber aus, ob XML verarbeitet wird! Darüber bringt erst die Aktivierung des Links: Live Samples auf der Startseite von Cocoon Klarheit: Nach dem Anklicken vergeht einige Zeit (Java und Cocoon sind nicht die Allerschnellsten), danach erscheint die Seite mit den Beispielen.
Damit aus XML ein Ausgabeformat generiert werden kann, braucht es immer ein XSL-Stylesheet. Und wo man das finden kann, muss Cocoon auch bekannt gemacht werden. Das soll ein kleines Beispiel illustrieren.
Vorher aber sollte man sich vielleicht einen vernünftigen Editor wie UltraEdit beschaffen. Der ist zwar nur Shareware, aber 45 Tage sind frei, das langt erst einmal.
Jetzt kann die erste ausführbare XML-Datei angelegt werden. Dazu wird zunächst im Cocoon-Heimatverzeichnis:
D:\Programme\tomcat-3.2.3\webapps\cocoon
(in Zukunft einfach /cocoon genannt) ein Verzeichnis mit Namen test erzeugt.
<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?> <?xml-stylesheet href="hello.xsl" type="text/xsl"?> <?cocoon-process type="xslt"?> <article> <title>Hello XML!</title> <para> Ein erster Text in XML </para> </article>Diese erste .xml-Datei wird als: hello.xml im Verzeichnis /cocoon/test abgespeichert.
<?xml version='1.0'?>
<xsl:stylesheet xmlns:xsl="http://www.w3.org/1999/XSL/Transform" version='1.0'>
<xsl:output method="html"
encoding="ISO-8859-1"
indent="no"/>
<xsl:template match="/">
<html>
<head>
<title></title>
</head>
<body>
<xsl:apply-templates/>
</body>
</html>
</xsl:template>
<xsl:template match="article">
<xsl:apply-templates/>
</xsl:template>
<xsl:template match="title">
<center>
<h2>
<xsl:apply-templates/>
</h2>
</center>
</xsl:template>
<xsl:template match="para">
<p>
<xsl:apply-templates/>
</p>
</xsl:template>
</xsl:stylesheet>